Projekt Lebensturm
Ein Lebensturm ist Artenförderung auf einem Quadratmeter und bietet verdichteten Wohnraum für verschiedene Tiere auf mehreren Etagen. Insbesondere dient er der gezielten Schaffung von Lebensräumen für Nützlinge wie Flor- und Schwebfliegen, Marienkäfer, Ohrwurm, Schlupfwespe und viele weitere Arten. Igel, Vögel, Spinnen, Fledermäuse und Wildbienen finden im Turm ein Zuhause und leisten so ihren Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht.
Die wichtigste Funktion eines Lebensturms im Siedlungsgebiet ist aber insbesondere, die Bevölkerung auf das Thema “Biodiversität” aufmerksam zu machen. Anhand der Einrichtung des Turms werden verschiedene Elemente gezeigt, die jede/r in seinem Garten oder auf dem Balkon umsetzen kann, um die Biodiversität in unserer Gemeinde zu fördern.
Auf Initiative von Mission B JSB und dem Engagement der Gemeinde Jonschwil konnte ein Standort für einen Lebensturm in Jonschwil gefunden werden. Gegenüber des Primarschulhauses Notker auf der Wiese links neben der Treppe zum Eingang zur katholischen Kirche Jonschwil steht der Turm seit Mitte November 2022 und wird nun kontinuierlich ausgebaut. Zudem wird zur Einweihung des Lebensturms die umliegende kleine Wiese zu einer Wildblumenwiese umfunktioniert und angesät, damit der Lebensraum rund um den Lebensturm für Wildtiere und Insekten noch etwas interessanter wird :) Herzlichen Dank der katholischen Kirchgemeinde!
Kontaktpersonen: Rolf Bösch, Andreas Fischler
Mini-Lebensturm für den eigenen Garten
Eine Bauanleitung für einen “kleinen” Lebensturm für verschiedenste Tierarten im eigenen Garten











Pflege des Naturschutzgebiets “Hori”
Eines unserer Basis-Projekte ist die Mitarbeit bei der Pflege des Naturschutzgebiets Hori bei der ehemaligen Kiesgrube Jonschwil. Die Weiher sind so angelegt, dass das Gebiet optimal für Kreuzkröten und Gelbbauchunken ist. Aber natürlich sind auch alle anderen Pflanzen und Tiere willkommen :)
Wildblumenwiese im Dörfli Schwarzenbach
Im Dörfli in Schwarzenbach soll ein ca. 80m2 grosses Rasenstück in eine Wildblumenwiese umgestaltet werden. Die Eigentümer stellen diese Wiese für mehr Biodiversität in unserer Gemeinde zur Verfügung. Zudem kommen sie für die Materialkosten auf (Abdeckung und Saatgut). Die gesamte Organisation und das Anlegen der Wildblumenwiese wird von Mission B Jonschwil Schwarzenbach Bettenau auf ehrenamtlicher Basis begleitet. Detailliertere Informationen dazu.
Kontaktpersonen: Marina Russo, Lena Demir, Eliane Feuz
Eine detaillierte Anleitung zum Anlegen deiner eigenen Wildblumenwiese in Textform findest du hier.
Linus Buchmann erklärt die verschiedenen Arten von Wildblumenwiesen und die Technik um eine natürliche Wildblumenwiese optimal anzulegen.
80m2 Rasen werden im 2022 zu einer Wildblumenwiese
Anwohner, weitere Interessierte und Mitglieder von Mission B JSB legen im November 2021 die Plane aus, damit wir dann im 2022 eine Wildblumenwiese ansähen können.
Befestigung der Abdeckung, damit sie auch einem Unwetter standhält.
Mission ... Jonschwil Schwarzenbach Bettenau
Fast fertig. Danke allen Freiwilligen für die tolle Mitarbeit!
Nach ca. 7 Monaten, Anfang Mai 2022, haben wir die Abdeckung entfernt. Der Plastik wird selbstverständlich wiederverwendet.
Linus vertikutiert die Fläche und entfernt die abgestorbenen Pflanzenreste
Matthias beim zusammenrechnen der vertikutierten Rasenreste
Die UFA Wildblumenmischung wird auf das vorbereitete Saatbeet gestreut. Auf keinen Fall mehr säen als pro m2 angegeben, sonst kommen einfach mehr Gräser und weniger Blumen :)

Die Samen mit einer Schaufel oder einer Walze werden etwas angepresst. Sie sollten aber auf der Oberfläche bleiben und nicht eingearbeitet werden, da die meisten Wiesenpflanzen sogenannte "Lichtkeimer" sind und nur mit Sonnenlicht anfangen zu keimen. Nach diesem Arbeitsschritt kann man dann einfach warten bis die Wiese wächst. Wichtig: Nicht wässern, auch wenn es einen trockenen Sommer gibt. Die richtigen Pflanzen werden sich schon durchsetzen und im zweiten Jahr blühen :)
Rolf züchtet unter anderem viele verschiedene Wiesenpflanzen. Aus diesem Grund haben wir in die fertig angesäte Wildblumenwiese auch noch ein paar schon erwachsene Pflanzen eingepflanzt. Dieser Schritt ist aber nicht nötig für die eigene Wildblumenwiese.
Rolf zeigt die einzelnen Wiesenpflanzenarten, welche wir zusätzlich einpflanzen werden (dieser Schritt ist für das Anlegen einer Wildblumenwiese nicht notwendig)
Pflanzung der bereits erwachsenen Wiesenpflanzen (dieser Schritt ist für das Anlegen einer Wildblumenwiese nicht notwendig)
Pflanzung der bereits erwachsenen Wiesenpflanzen (dieser Schritt ist für das Anlegen einer Wildblumenwiese nicht notwendig)
Wir haben die eingesetzten erwachsenen Pflanzen noch geschnitten, damit die Pflanzen weniger Wasser benötigen und den Fokus auf die Verwurzelung legen, anstatt jetzt schon Blüten zu machen (dieser Schritt ist für das Anlegen einer Wildblumenwiese nicht notwendig)
Speis und Trank für die Teilnehmer :) Besten Dank allen freiwilligen Helfern und Spendern die Mission B JSB unterstützen!!
Kopfweiden im Naturschutzgebiet Hori, Jonschwil
Alte Kopfweiden sind sehr wertvolle Lebens- und Überwintertungsräume für eine Vielzahl von kleinen Tieren. Zudem ist der Blütenstaub der “Weidenkätzchen” im Vor-Frühling eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Wir haben im Amphibienschutzgebiet Hori ein paar Kopfweiden angepflanzt. Das ist recht einfach. Jede/Jeder kann Kopfweiden in seinem Garten aufziehen wenn sie/er möchte.
Einen grossen Ast einer bestehenden Kopfweide vorbereiten
Ein ca. 50cm tiefes Loch ausheben
Weide in den Boden stecken und gut angiessen
Eingraben. Fertig :)
Die Weide wird nun selber anwachsen und im Frühling austreiben. Danach kann man jährlich die Triebe am Kopf jeweils im Februar wegschneiden